BEWEGUNG

Für Gesundheit und Wohlbefinden

Viele Frauen kennen das: Trotz unveränderter Essgewohnheiten klettert das Gewicht mit zunehmendem Alter in die Höhe, Körperformen und Umfang verändern sich. Die Gewichtsprobleme in den Wechseljahren hängen nicht nur mit dem veränderten Hormonspiegel, sondern auch mit dem sinkenden Energiebedarf zusammen. Von Jahr zu Jahr wird der Stoffwechsel langsamer. Frauen über 50 haben bei sitzender Tätigkeit nur noch einen durchschnittlichen Tagesbedarf von ca. 1.700 kcal (Männer ca. 1.900 kcal). Bleiben die Ess- und Bewegungsgewohnheiten gleich, führt dies häufig zu einer Gewichtszunahme von etwa einem Kilogramm pro Jahr. Abnehmen wird schwieriger, da der Körper hartnäckiger am vorhandenen Gewicht festhält.

Neben einer Umstellung des Ernährungsplans können Frauen die Gewichtszunahme durch adäquate Bewegung meist gut korrigieren. Ferner tut Bewegung nicht nur generell gut, sondern kann auch helfen, andere Wechseljahresbeschwerden zu lindern:

  • Wer sich regelmäßig bewegt, trainiert seinen Kreislauf
  • Sport stärkt die Knochen, hält die Haut länger straff, festigt das Bindegewebe und baut Muskeln auf
  • Herz und Immunsystem werden gestärkt
  • Durch Schwitzen wird der Körper trainiert, extreme Temperaturen leichter zu verkraften und schneller wieder abzukühlen. So ist er gegen Hitzewallungen besser gewappnet
  • Das positive Körpergefühl beim Sport hellt die Stimmung auf. Man fühlt sich fit und gut gelaunt
  • Die beim Sport freigesetzten Endorphine (Stimmungshormone) senken die Schmerzempfindlichkeit
  • Körperliche Bewegung baut Stresshormone ab und fördert so auch Entspannung
  • Gezielte körperliche Aktivität in den Wechseljahren kann häufig auftretenden Erkrankungen wie Osteoporose, Durchblutungsstörungen und degenerativen Gelenkerkrankungen (Arthrose) vorbeugen


Ideale Sportarten sind Wandern, Walking, Laufen, Schwimmen, Radfahren, Stretching, Yoga, Aerobic, Tanzen sowie spezielle vorbeugende Sportarten wie Beckenboden- oder Osteoporose-Gymnastik. Egal, wofür Sie sich entscheiden, wichtig ist, dass Sie eine Sportart wählen, die Ihnen Spaß macht und die Sie problemlos in Ihren Alltag integrieren können.

Wenn Sie nicht alleine trainieren möchten, suchen Sie sich Gleichgesinnte: Eine Freundin, eine Sportgruppe in einem Verein, der Volkshochschule oder Krankenkasse. Sport in der Gruppe macht mehr Spaß und motiviert. Lassen allerdings Gesundheit oder Terminplan keine sportliche Betätigung zu, bauen Sie möglichst viel Bewegung in Ihren Alltag ein: Legen Sie kürzere Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück oder nehmen Sie die Treppe statt des Aufzugs. Kleine Spaziergänge, die bewusst in den Alltag integriert werden, haben ebenfalls positive Effekte auf Gesundheit und Wohlbefinden. Weitere Anregungen finden Sie im Bereich „Tipps & Tricks“.