LIEBE UND SEXUALITÄT IN DEN WECHSELJAHREN

Leidenschaft neu entdecken

Für viele Frauen stellt die Phase der Wechseljahre einen großen Umbruch dar – auch in puncto Partnerschaft und Sexualität. Die hormonelle Umstellung und das Altern an sich führen zu körperlichen Veränderungen, die sich sowohl physisch als auch psychisch auf das Liebesleben auswirken können.

Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Gewichtszunahme und der altersbedingte vermeintliche Verlust an Attraktivität können die Körperwahrnehmung einer Frau verändern und zu sexueller Zurückhaltung führen. Weitere „Lustkiller“ sind möglicherweise Schlafstörungen, Abgespanntheit und durch Scheidentrockenheit verursachte Schmerzen beim Vaginalverkehr. Hinzu kommen die sich ändernden Lebensumstände und häufig eine zur Routine gewordene partnerschaftliche Beziehung. Nicht zuletzt betrachten manche Frauen den allmählichen Abschied von der Fruchtbarkeit auch mit ein bisschen Wehmut – selbst die, die nie einen Kinderwunsch hatten oder deren Familienplanung bereits abgeschlossen ist, geraten ob des biologischen Einschnitts ins Grübeln.

Andere wiederum empfinden die Wechseljahre als Befreiung. Sie äußern selbstbewusster ihre Bedürfnisse, sind neugierig auf neue Erfahrungen und haben Lust, die eigene Sexualität neu zu entdecken, ohne sich noch große Sorgen um Verhütung machen zu müssen.

Grundsätzlich gilt: Die Wechseljahre bedeuten – entgegen der weit verbreiteten Meinung – nicht das Ende der Leidenschaft. Verschiedene Untersuchungen belegen, dass Lust und Liebesleben mit dem Klimakterium nicht versiegen.


Ausschlaggebend ist vielmehr die innere Einstellung der Frau. Frauen, die sich selbst und ihren Körper annehmen, haben auch im Alter häufig noch ein erfülltes Liebesleben – wer sich unwohl fühlt, hat verständlicherweise weniger Verlangen nach Intimitäten. Körperliche Einschränkungen wie zum Beispiel Scheidentrockenheit müssen Sie indes nicht hinnehmen: Ihre Gynäkologin / Ihr Gynäkologe kann Ihnen wirksame Cremes, Zäpfchen oder Gleitgele empfehlen.